Was können uns die Schriftrollen vom Toten Meer über die digitale Transformation verraten? Wahrscheinlich nichts, aber

Die Schriftrollen vom Toten Meer zeigen, wie wichtig die Buchhaltung schon in der Antike war und was das für die Digitale Transformation bedeutet

Die digitale Transformation entschlüsseln mit Bill Ross, VP of Strategic Client Development bei Avenga.

sie erklären, warum viele digitale Initiativen scheitern.

1947 fand ein Beduinenhirte in Qumran in der Judäischen Wüste am Toten Meer eine Sammlung 2.000 Jahre alter Dokumente, die heute als “Schriftrollen vom Toten Meer” oder “Qumranschriften” bekannt sind. Weniger bekannt ist, dass diese Dokumente nicht nur biblische Referenzen umfassen, sondern auch nicht-biblischen.

Okay, und…?

Zu den nicht-biblischen Referenzen gehört das “Archiv von Babatha”. Dazu zählen 35 Dokumente wie Eheverträge, Grundstücksurkunden und Kaufverträge in aramäischer, nabatäischer und griechischer Sprache. Deshalb wissen wir, dass die Grundsätze für unsere heutige Art der Rechnungslegung mindestens 2.000 Jahre alt sind. Tatsächlich wurden noch viel ältere Beweise für buchhalterische Transaktionen in Keilschrift im alten Mesopotamien aufgedeckt.

Worauf läuft das hinaus?

Modernes Rechnungswesen, Logistik, Enterprise Resource Planning (ERP) und Finanzsysteme automatisieren etablierte Prozesse, die weltweit anerkannt sind – unabhängig von Sprache und Kultur. Sicherlich gibt es Nuancen, aber eine Belastung ist eine Belastung, ein Hauptbuch ist ein Hauptbuch, eine Gewinn- und Verlustrechnung ist eine Erfolgsrechnung und so weiter. Es gibt riesige Dienstleistungsunternehmen, die diese Systeme auditieren, um sicherzustellen, dass sie mit den allgemein anerkannten Praktiken und Gesetzen übereinstimmen. Auditoren untersuchen nicht stichprobenartig Systeme, Verfahren und Ergebnisse. Sie vergleichen vielmehr, wie Einzelpersonen und Unternehmen mit etablierten Praktiken umgehen.

Dranbleiben, hier wird es wichtig.

Die Einhaltung traditioneller (z.B. Wasserfall-)Verfahren zur Implementierung alter Backoffice-Systeme ist sehr sinnvoll. Warum? Aus über 3.000 Jahre Buchhaltungsgeschichte wissen wir größtenteils, was zu tun ist. Eine einmal erfolgreiche Implementierung ist ein guter Indikator für den Erfolg zukünftiger Implementierungen.

Ok. Aber was hat das mit der digitalen Transformation zu tun?

Im Gegensatz zur Buchhaltung gibt es keine allgemein anerkannten Praktiken im Zusammenhang mit der digitalen Transformation, die objektiv geprüft werden können. Was für ein Unternehmen funktioniert, muss für ein anderes nicht unbedingt sinnvoll sein. Darüber hinaus ist das Tempo von Wandel und Entwicklung sehr hoch, digitale Technologien scheinen sich in permanenter Revolution zu befinden. Nach sechs Monaten muss man deshalb möglicherweise bereits überholte Lösungen außer Betrieb nehmen und neue implementieren. Ja, tatsächlich müssen Sie immer und immer wieder neue Lösungen implementieren.

Also ist uns nicht zu helfen?

Unternehmen, denen es gelingt, sich digital zu transformieren, verlassen sich bei der Implementierung digitaler Technologien nicht auf alte Methoden. Bei Backoffice-Systemen ist es sehr sinnvoll, alle automatisierungsbedürftigen Prozesse bis zum n-ten Grad abzubilden. Wir wissen, dass zum Zeitpunkt der Implementierung eines Systems die Prozesse im Wesentlichen unverändert geblieben sind. Aber das ist bei digitalen Geräten einfach nicht der Fall.

Um bei der digitalen Transformation erfolgreich zu sein, muss man einen agileren Ansatz verfolgen:

  • Customer Journeys definieren
  • (allgemeine) Roadmap für Features und potenzielle Releases erstellen
  • funktionsfähigen Prototyp (MVP) entwickeln
  • MVP mit Nutzer testen und das Feedback für die Entwicklung nutzen
  • Roll-out für mehr Nutzer umsetzen
  • Ergebnisse überwachen anhand vorgegebener KPIs
  • KPIs nutzen, um den Prozess kontinuierlich zu wiederholen
  • immer auf dem neuesten Stand der Technik sein

Digital ist nicht “Set & Forget”. Der größte Unterschied zwischen Legacy-Systemen und digitalen Systemen besteht darin, dass digitale Systeme kontinuierlich weiterentwickelt werden müssen; Legacy-Systeme erfordern vergleichsweise minimale Verbesserungen.

Gut gemacht, Bill. Du hast die Schriftrollen mit der Digitalisierung verknüpft!

Avenga ist ein globaler Full-Service-Dienstleister für digitale Lösungen. Wir arbeiten mit Führungskräften in Wirtschaft und Technologie zusammen, um wirkungsvolle und flexible Lösungen zu entwerfen, umzusetzen, zu implementieren und zu betreuen. Unsere Mission ist es, unseren Kunden einen Wettbewerbsvorsprung zu verschaffen und sie in die Lage zu versetzen, sich an schnell verändernde Märkte anzupassen.

Unabhängig von der Phase Ihrer Initiative zur digitalen Transformation kann Avenga Ihnen hochprofessionelle, multidisziplinäre Teams zusammenstellen, um schnell und zuverlässig aussagekräftige, wertvolle und realitätsnahe Ergebnisse zu liefern. Wir engagieren uns in allen Phasen von der Geschäftsmodellentwicklung und -analyse über Design, Development, User Trial Mapping und Prototyping bis zu Implementierung und Betrieb. Wir bieten zuverlässige Managed und Solution Evolution Services an.

Unser Mantra lautet: “High Impact / Low Pressure”. Wenn Sie und Ihr Team vor der Herausforderung stehen, mit den rasanten Veränderungen der digitalen Landschaft Schritt zu halten, dann lernen Sie uns kennen. Wir werden uns nur engagieren, wenn wir glauben, dass wir einen Mehrwert für Ihr Unternehmen schaffen können.

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