SAFe: Digitale Transformation mit Tempo und Skalierung

Bei der Arbeit mit Kunden aus verschiedenen Branchen haben wir bestimmte Herausforderungen erkannt; einen zentralen Punkt, der ganz oben auf ihrer Liste mit operativen Verbesserungen steht. Gibt es ein Programm, einen Prozess oder irgendetwas anderes, das ihre Organisation dazu bringen kann, auf einen besseren Wert hinzuarbeiten, der schneller bereitgestellt wird, aber mit allen Teilen der involvierten Bereiche koordiniert ist? Etwas, das Teams auf einen Nenner bringt und Silos eliminieren kann?

Das mag nichts Neues sein, doch in der Ära der digitalen Transformation hat es eine völlig andere Konnotation. Geschäftstätigkeit im 21. Jahrhundert beinhaltet verschiedene Komponenten, doch sie beruht auf bestimmten Grundlagen – der Fähigkeit, sich an neue Geschäftsmodelle anzupassen und hochwertige und innovative Produkte und Services zu schaffen. Und das in kurzer Zeit.

Es muss nicht darauf hingewiesen werden, dass Technologie praktisch jeden geschäftlichen Aspekt durchdrungen hat, da Unternehmen angesichts der digitalen Transformation wettbewerbsfähig bleiben und keine Marktchancen verpassen wollen. Was unsere Praxis zeigt, wenn wir mit der Vorstandsebene und Entwicklern zusammenarbeiten, ist, dass ein Paradigmenwechsel auf diversen Ebenen der Organisation stattfinden muss: dynamische Führung, Kultur der Innovation, Wertstrominvestition, flexiblere Softwareentwicklung und Integrationspraktiken, um nur einige Punkte zu nennen. Um dem Marktanstieg bei Nutzen und Qualität gerecht zu werden, konzentrieren sich unsere Kunden auf die Kombination aus Agile-Ansatz (Kreativität, Wissen, Produktivität von Einzelpersonen und Teams) und Lean-Methode (Schwerpunkt auf Leadership-Wertefluss, Eliminierung von Verzögerungen bzw. Aufwand). Deshalb gewinnt das bei agilen Skalierungsmethoden führende Scaled Agile Framework® (SAFe®) weltweit an Dynamik.

29 % der im Annual State of Agile Report befragten Organisationen nutzen das SAFe-Framework und machen es damit zum Spitzenreiter bei Skalierungsmethoden und -ansätzen.

Zahlreiche Unternehmen wählen es als praktikable Antwort auf die Anforderungen der Wachstumsgenerierung anhand agiler iterativer Entwicklungspraktiken in Kombination mit der Philosophie der schlanken Produktion. Wir werden oft gefragt, warum ein Unternehmen auf das SAFe-Framework setzen sollte. Kann es zum Wundermittel für die Schaffung von universalem Unternehmenswert werden?

SAFe®, das auf Dean Leffingwell zurückgeht, ist das Instrument, mit dem Unternehmen kontinuierlich Nutzen bereitstellen, Markteinführungszeiten verkürzen, die Mitarbeiterproduktivität steigern und letztlich einen ROI erhalten.

Eine individuelle Kombination aus Agile-Ansatz, schlanker Produktentwicklung, DevOps-Kultur und Systemdenken synchronisiert verschiedene Teams und die Führungsetage zu einem synergistischen Team von Teams, das innerhalb einer fokussierten Organisation zusammenwirkt und auf Erfolg ausgerichtet ist.

SAFe erfindet neu, wie Arbeit durch Agilität im großen Maßstab erledigt wird

Mit der Implementierung von SAFe-Lean-Agile-Praktiken für unsere Unternehmenskunden sind wir einige grundlegende Fragen angegangen. Dazu gehören: „Wie planen und lösen wir Abhängigkeiten auf?“, „Was steht hinter einer besseren Nutzenbereitstellung?“, „Wie funktionsübergreifend ist unsere Architektur?“ und „Welchen Platz haben DevOps-Praktiken bei unserer Bereitstellung?“.

Unserer Erfahrung nach gibt es bestimmte Aspekte, die Kunden nach und nach erleben, wenn das SAFe-Programm implementiert wurde:

  • Teams, die die strategischen Ziele des Unternehmens einhalten, nicht nur individuelle Projektziele.
  • Beispiellose Agilität bei größeren, Multi-Team-Programmen und -Portfolios.
  • Die Fähigkeit, eine zentrale Strategie beizubehalten und zu entwickeln, kombiniert mit der Umsetzung der dezentralen agilen Entwicklung, die Nutzen schafft.
  • Verbesserte Vorlaufzeiten in der Produktentwicklung und das Erfüllen von Marktambitionen.

Was sind nun die tatsächlichen Ergebnisse der synchronisierten Kombination der Leistungsfähigkeit des Agile-Ansatzes mit schlanker Produktentwicklung, DevOps und PMO?

Wenn wir die Gelegenheit haben, Führungskräfte zu fragen, was sie von Agile erwarten, heißt es meist: Lieferung von Ergebnissen binnen Wochen statt Jahren, Flexibilität bei der Anpassung von Prioritäten, bei Bedarf die Modifizierung von Zielen und vorhersagbare Ergebnisse in einem transparenten Kommunikationsumfeld.

Im Fall eines unserer wichtigsten Kunden, einer führenden klinischen Forschungsorganisation, wurde ein signifikanter Teil des Produkterfolgs im Markt ermöglicht, weil das Team SAFe-gestützte Synchronisierungsmechanismen eingeführt hat. Zahlreiche Probleme wurden bereits vorab identifiziert, sodass sie dem Projekterfolg nicht im Weg standen.

Vorhersagbarkeit bei agiler Bereitstellung ist eines der Grundprinzipien, die es unserem Kunden ermöglichten, die Lösung rechtzeitig auf den Markt zu bringen und nötige Änderungen so zu implementieren, dass sein Produkt den Markt mit einem Multimillionen-Dollar-ROI anführen konnte.

Wenn es mehr als fünf agile Teams gibt, erfüllt eine normale Scrum-Zeremonie nicht mehr ihren Zweck, vor allem bei der Bereitstellungsplanung und bei Synchronisierungsmethoden sowie bei der Identifizierung von Abhängigkeiten und Hürden. Fehlkommunikation bei den Übergaben zwischen Funktionen sowie mangelnde teamseitige Transparenz gegenüber der Führung des Kunden brachten zahlreiche Qualitätsprobleme und Marktverfehlungen mit sich.

Planung und Messung, ein von SAFe abgedecktes Kernkonzept, haben die damit verbundenen Risiken innerhalb der produktspezifischen Erfahrung eliminiert. Was SAFe für das Projekt des Kunden verbessert hat, war die Transparenz der Teams gegenüber der Führung. Unser Business-Analytics-Team hat sich in der Phase der Bildung des Solution Backlogs an die Arbeitsweise des Kunden innerhalb des SAFe-Frameworks angepasst. Koordinierte Produktinkremente und Releases mit Meilensteinen haben geholfen, die Vorhersagbarkeit des geplanten Umfangs zu maximieren, der in einer vorhersagbaren Kadenz in die Produktion geht.

Nun konnte die organisatorische Führung des Kunden Geschäftsentscheidungen anhand einer vorhersagbaren Bereitstellung treffen, Zeitleisten für die Produktbereitstellung festlegen und eine Strategie für Marktverfehlungen entwerfen, was neue Umsatzchancen eröffnet hat.

Ein weiteres Dilemma, mit dem Unternehmen oft zu tun haben, ist, wie Änderungen anzunehmen und Überarbeitungen vorzunehmen sind, um das zu liefern, was Kunden Nutzen bringt, und so die Transformation umzusetzen und die Investition an das digitale Umfeld anzupassen. Praktische Erfahrungen zeigen uns, dass bessere Kommunikation zwischen Unternehmen und IT sowie die Synchronisierung von Zielen und operativen Details den Anfang bilden. So wird ein Umfeld geschaffen, in dem Innovationen von beiden Seiten akzeptiert werden. Das heißt, dass jede Person auf jeder Ebene die Ziele des Unternehmens insgesamt verstehen und sie nicht als Fragment von etwas Unklarem betrachten sollte. Dank des täglichen positiven Resultats, das aus der Hinzufügung von Nutzen zu einem größeren Puzzle oder Meilenstein entsteht, wird genug Energie produziert, um weiterzumachen und den nächsten Teil des Innovationsprogramms zu implementieren. Wir neigen oft dazu, SAFe als Instrument zu sehen, das in Form eines ganzheitlichen Ansatzes Systemdenken in die Lösungsentwicklung bringt (wenn alle Aspekte eines Systems und seiner Umgebungen in Design, Entwicklung/Bereitstellung und Wartung integriert sind).

Ein gutes Beispiel dafür, wie Systemdenken mit SAFe-Methoden angewandt wird, ist eines der großen Auftragsforschungsinstitute – ein Unternehmen, das Innovationen und führende Technologien in den Biowissenschaften einsetzt. Die Komplexität dieses Konzerns, der in über 100 Ländern mit mehreren Tausend Mitarbeitern aktiv ist, ist sehr real. Die fortlaufende Entwicklung und Bereitstellung sind enorm, sodass sich verschiedene Probleme ergeben, etwa die Lösungsfehlkoordination zwischen Teams in verschiedenen Zeitzonen und die teamübergreifende Aktivitätsintegration. Außerdem beeinflusste die Tatsache, dass DevOps wegen der Unterschiede zwischen den verschiedenen Teams nicht reibungslos funktioniert hat, das System auf völlig unbeabsichtigte Weise.

Als Teil der Bemühungen zur Beschleunigung der Softwarebereitstellung haben wir die SAFe-Integration in großem Maßstab unterstützt. Mithilfe von SAFe konnte der Kunde die agilen Teams zu einem leistungsfähigen, robusten Team aus Teams formen. So wurde die Systementwicklung innerhalb des architektonischen Paradigmas mit verschiedenen Komponenten möglich, etwa CRM und Cloud-Integration, als Teil der Lösungskaskade, die Nutzen in die Produktion bringt.

Vor allem möchten wir unterstreichen, dass das Systemdenken von SAFe auf die Built-in-Quality-Philosophie angewandt werden kann. Wie führende Köpfe sagen und Best Practices belegen, ist Built-in-Quality eine Voraussetzung für Lean, und sie gewährleistet, dass jedes Element der Lösung, jedes Inkrement, den erforderlichen Standards während des gesamten Entwicklungsprozesses entspricht. Es ist offensichtlich, dass die Qualität der Lösung über den Unternehmenserfolg am Markt entscheidet. Je besser und schneller das neue Produkt oder die Funktion ist, desto zufriedener ist der Kunde und desto höher der zu erwartende Umsatz.

Mit der Erkenntnis, dass hochwertige Softwaresysteme eine solide Grundlage sind, die je nach Marktanforderungen angepasst werden kann, hat sich unser Kunde für SAFe entschieden. Aufgrund seiner multidimensionalen Organisationsstruktur wurden zu viele Anforderungen generiert, Prioritäten falsch gesetzt und Entwicklungsfristen zu knapp berechnet. Außerdem mussten die Produkte und Systeme des Unternehmens als einer der Top-Akteure im Biowissenschaftsmarkt außergewöhnlich hohen Compliance-Anforderungen entsprechen, was ebenfalls komplexe technische und organisationsübergreifende Probleme verursacht hat. In diesem Fall zielte die Einführung auf die Verkürzung der Zykluszeiten und die Verbesserung des Softwareentwicklungsprozesses, was zu einer verbesserten Innovationsfähigkeit und Einhaltung von Compliance-Anforderungen führen sollte. Durch die schrittweise Umsetzung der Dimensionen von Built-in-Quality – Fluss, Architektur-/Designqualität, Code- und Systemqualität sowie Release-Qualität – haben wir ausgiebig Gebrauch vom Agile-Ansatz gemacht, DevOps-Verfahren optimiert, Zykluszeiten verkürzt und Prozessverbesserungen bei der Softwareentwicklung erreicht.

Die Implementierung des maßgeschneiderten Agile-Frameworks brachte dem Kunden:

  • Eine bemerkenswerte Beteiligung der Teams an strikter Priorisierung sowie einen Schwerpunkt auf Storys, die den Unternehmenswert fördern.
  • Ein marktfertiges Produkt ohne Extra-Rollbacks dank Lösungsevaluation im Hinblick auf bestimmte Erfolgskriterien für jeden Zyklus, wobei sich ein Rückgang an kritischen und schwerwiegenden Fehlern um 52 % zeigte.
  • CI und engere teamübergreifende Interaktion als Auslöser einer 20-prozentigen Verbesserung der Fehlerbeseitigungseffizienz (Defect Removal Efficiency, DRE).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fertigstellung einer Produkt- oder Technologielösung für den weltweiten Markt keine Entscheidung ist, die man leichtfertig trifft. Es bedarf einiger Überlegung, einer durchdachten Investition sowie Energie und Ehrgeiz, um sie wertvoll und attraktiv für Kunden zu machen. Doch wenn man das Puzzle zusammensetzt und sich die richtigen Partner ins Boot holt, hat das Produkt oder die Technologie herausragende Chancen, das „nächste große Ding“ zu werden.

Die digitale Transformation beschleunigt die Entwicklung heutiger Unternehmen. Dies bedeutet, dass Unternehmen schlicht Tech-Innovationen in ihre Struktur und Funktionen integrieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Vor allem bedeutet es, dass sie die Möglichkeiten für systematische Verbesserungen auf diversen Ebenen innerhalb der Organisation neu konzipieren müssen, etwa Managementstrategie, Bereitstellungsprozess und Mitarbeitermotivation.

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