Pattern Libraries: Warum sie so genial sind

Pattern Libraries

Warum sind “Pattern Libraries” so beliebt? Avenga CEO Jan Webering erklärt in einem Gastbeitrag für das t3n Magazin die Vorteile von Pattern Libraries für Designer, Entwickler und Website-Anbieter. Hier fassen wir die wichtigsten Punkte zusammen.

Pattern Libraries in immer mehr Projekten im Einsatz

Seit 1999 hat das Team von Avenga unzählige große Websites entwickelt. Mit zunehmend komplexen Projekten wird es dabei immer aufwendiger, den Endnutzern eine in allen Bereichen konsistente User Experience zu bieten. Unsere UX-Designer und Entwickler setzen deshalb immer öfter “Pattern Libraries” ein, etwa für den Multi-Channel-Anbieter MyToys: Mit einer zentralen Pattern Library konnten die drei Marken-Shops des Unternehmens unter einem Dach vereint werden, in einheitlichem Look-and-feel.

Pattern Libraries scheinen der Problemlöser für komplexe Web-Projekte zu sein. Aber was sind “Patterns” genau und was bringt der Einsatz solcher “Musterbibliotheken” überhaupt konkret?

Was ist eine Pattern Library?

Kurz gesagt: Ein Pattern ist alles, was ein Nutzer auf einer Website wahrnehmen kann, beispielsweise ein Button und sein definiertes Verhalten auf verschiedenen Endgeräten. Die Patterns können sowohl kleine, logisch unteilbare Elemente, als auch komplexere Gebilde sein.

Der Button kann so Teil eines größeren Musters sein, zum Beispiel einer Menüleiste, bei der sich Schrift, Größe und Abstände zwischen einzelnen Elementen automatisch anpassen. In einer Pattern Library werden diese Patterns wie ein Musterbibliothek zusammengefasst.

Der richtige Einsatz einer Pattern Library kann die Usability einer Website steigern, indem für alle Darstellungsvarianten entsprechende Elemente vorgehalten werden. Das Risiko der Unbedienbarkeit einer Website sinkt.

So werden Pattern Libraries verwendet

Durch klar definierte Patterns kann man aber nicht nur die Darstellung auf verschiedenen Endgeräten konsistent halten, sondern auch mehreren Websites ein einheitliches Design geben.

Ein typischer Anwendungsfall dafür sind Unternehmen mit mehreren Tochtergesellschaften, deren Websites eine einheitliche Corporate Identity widerspiegeln sollen. Die angestrebte Konsistenz bei Design und Usability über längere Zeiträume in mehreren Märkten zu gewährleisten ist dabei eine große Herausforderung.

Eine zentrale Pattern Library ist bei derart komplexen Projekten eine wichtiges Werkzeug für Designer und Entwickler. Auch, weil so die Arbeit mehrerer Dienstleister untereinander besser harmonisiert werden kann.

Sollen etwa aus Zeitgründen verschiedene Teams oder Agenturen gleichzeitig an einer Internetpräsenz arbeiten, müssen normalerweise zahlreiche Aufgaben – vom Briefing über die Entwicklung bis hin zur Qualitätssicherung – mehrfach erledigt werden. Mit einer zentralen Pattern Library entfallen viele dieser zeit- und daraus resultierend kostenintensiven Mehraufwände.

Unsere Experten zu Pattern Libraries

Pattern Libraries scheinen der Problemlöser schlechthin für komplexe Web-Projekte zu sein. Wir haben im Team herumgefragt, woher der gute Ruf dieser “Musterbibliotheken” kommt. Drei Antworten auf die Frage: “Was hältst Du von Pattern Libraries?”

Christian Eichner, Team Lead UX (Cologne) bei Avenga

Mit einer Pattern Library kann ein konsistentes Interface geschaffen werden, das die Usability einer Website klar fördert. Als “Single Point of Truth” verzahnt sie dabei auch Design und Entwicklung besser. Herausforderungen in der Entwicklung können so teilweise schon im Konzeptionsprozess erkannt und frühzeitig angegangen werden. Designer und Entwickler sprechen durch Pattern Libraries eine gemeinsame Sprache.

Sascha Langfus, SVP Sales Europe bei Avenga

Pattern Libraries sind ein elegantes Werkzeug, wenn Frontend-Lösungen aus ganz unterschiedlichen Systemen generiert werden sollen. Besonders sinnvoll sind sie auch dann, wenn mehrere Entwicklerteams oder Dienstleister gemeinsam Komponenten für einheitliche Oberflächen und Portale liefern. Mit Pattern Libraries lassen sich zudem innerhalb einer Multibrand-Strategie eine global einheitliche Usability und die korrekte Umsetzung von CI/CD über alle Marken im Konzern erreichen.

Daniel Schitthelm, Team Lead UX (Berlin) bei Avenga

Pattern Libraries unterstützen mich bei der Entwicklung nutzerfreundlicher Produkte und helfen dabei, ein konsistentes Nutzererlebnis herzustellen. Sie ermöglichen gerade in komplexen Projektsetups ein übergreifendes und effizientes Arbeiten zwischen Teams verschiedenster Disziplinen. Ein weiterer Vorteil: die zentrale Dokumentation. Neue Teammitglieder können sich mit der Pattern Library schnell einen Überblick über das Projekt verschaffen und direkt losarbeiten. Mit vorhandenen Patterns kann ich als Designer schnell Prototypen neuer Seiten erstellen und testen. In Hinblick auf die Weiterentwicklung ermöglichen Pattern die kontinuierliche Verbesserung des Produkts.

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